Quickstart Guide On-Premise
Dieser Quickstart Guide enthält alle notwendigen Vorbereitungen, um die Installation von dab Nexus so reibungslos wie möglich zu gestalten. Sie, Ihr SAP Basis-Team und Ihr IT-Team sind verantwortlich für die Durchführung aller Schritte in diesem Leitfaden. dab kann bei entsprechender vorheriger Vereinbarung Unterstützung für die erstmalige Installation bieten. Neuinstallationen, Migrationen, Serverwechsel sowie weitere Änderungen an der Umgebung müssen von Ihrer Organisation geplant und durchgeführt werden. Die Links zu den jeweiligen Artikeln finden Sie im Text unter der Checkliste.
Checkliste
Nachfolgend finden Sie eine Checkliste, in der Sie die Schritte einfach abhaken können, sobald Sie, Ihr IT-Team und/oder Ihr SAP Basis-Team diese erledigt haben. In der Spalte Verantwortung sehen Sie zudem, wer für die jeweilige Aufgabe zuständig ist.
⬇️ Checkliste herunterladen (PDF)
Checkliste Quickstart Guide On-Premise
| Schritt | Aufgabe | Verantwortung | Erledigt? |
|---|---|---|---|
| 1 | SAP-System | ||
| 1.1 | RFC-Modul Installation | Kunde (SAP-Basis) | ⬚ |
| 1.2 | Bereitstellung SAP-Benutzer | Kunde (SAP-Basis) | ⬚ |
| 1.3 | OPTIONAL - SNC-Konfiguration | Kunde (SAP-Basis) | ⬚ |
| 1.4 | OPTIONAL - RFC Funktionsmodul Test | Kunde (SAP-Basis) | ⬚ |
| 2 | SQL-Server | ||
| 2.0 | Instanzenplanung (separate Instanzen empfohlen) | Kunde (IT-Team) | ⬚ |
| 2.1 | Benutzerzuordnung | Kunde (IT-Team) | ⬚ |
| 2.2 | Erstellung der Anwendungsdatenbank | Kunde (IT-Team) | ⬚ |
| 2.3 | Filegroup-Größe festlegen | Kunde (IT-Team) | ⬚ |
| 2.4 | OPTIONAL - Installation Machine Learning Services für R-Integration | Kunde (IT-Team) | ⬚ |
| 3 | Application Server | ||
| 3.1 | Bereitstellung des Servers und Zugang | Kunde (IT-Team) | ⬚ |
| 3.2 | Netzwerkverbindungen (SAP-System & SQL-Server) | Kunde (IT-Team) | ⬚ |
| 3.3 | OPTIONAL - Beschaffung von SSL-Zertifikaten | Kunde (IT-Team) | ⬚ |
| 3.4 | OPTIONAL - Konfiguration der AD-Umgebung für Single-Sign On | Kunde (IT-Team) | ⬚ |
| 3.5 | OPTIONAL - Installation der SNC-Lösung | Kunde (IT-Team) | ⬚ |
| 3.6 | Installation der RFC-Bibliotheken | Kunde (IT-Team) | ⬚ |
| 3.7 | Bereitstellung der Installationsdateien | Kunde | ⬚ |
| 3.8 | Ausführung des Installers | Kunde (IT-Team) | ⬚ |
| 3.9 | Erstkonfiguration | Kunde (IT-Team) | ⬚ |
| 3.10 | Einrichtung des Client-Zugriffs | Kunde (IT-Team) | ⬚ |
1. SAP-System (vorab durch Sie bereitgestellt)
Das SAP-System ist der erste wichtige Bestandteil und zugleich Basis Ihrer zukünftigen Daten. Alle für Sie relevanten Daten werden später aus diesem SAP-System extrahiert, analysiert und verarbeitet.
1.1 RFC-Modul Installation
Folgen Sie diesem Artikel, um das RFC Funktionsmodul /DABEXP/RFC_SAPCONNECTOR in Ihrem SAP-System zu installieren.
1.2 Bereitstellung SAP-Benutzer
Es muss sichergestellt sein, dass die SAP-Benutzer über die notwendigen Berechtigungen verfügen. Im diesem Artikel (Abschnitt Berechtigungen) finden Sie die SAP-Berechtigungen, die Sie vergeben müssen. Zudem finden Sie die nötigen Schritte zum Testen des Funktionsmoduls /DABEXP/RFC_SAPCONNECTOR im Abschnitt "Testen" dieses Guides.
1.3 SNC-Konfiguration - OPTIONAL
Falls SNC zur Absicherung oder Authentifizierung der Verbindung genutzt werden soll, müssen die entsprechenden Einstellungen am SAP-System vorgenommen werden. Da es viele verschiedene SNC-Lösungen gibt, können wir keine allgemeine Anleitung anbieten und empfehlen, dass Sie dieses Thema mit Ihrem SAP-Team besprechen. Weitere Informationen finden Sie in der SAP Help Portal: Transport Layer Security on SAP NetWeaver AS for ABAP | SAP Help Portal
1.4 RFC Funktionsmodul Tester - OPTIONAL
Sie können den dab FunctionModuleTester nutzen, um sowohl die Verbindung zum RFC Modul als auch die Funktionalität des installierten RFC Funktionsmoduls zu prüfen. Folgen Sie dazu diesem Artikel.
2. SQL-Server (vorab von Ihnen bereitgestellt) - nur nötig für Analytic Tasks oder falls Sie die Extraktion nach SQL wünschen
Der SQL-Server erfüllt zwei unterschiedliche Funktionen:
- Anwendungsdatenbank: In dieser Datenbank werden alle Benutzereinstellungen gespeichert, die für den reibungslosen Betrieb erforderlich sind
- Prozessdatenbanken: Diese Datenbanken enthalten später die extrahierten und aufbereiteten Daten
Wir empfehlen Ihnen dringend, separate SQL Server Instanzen für Anwendungsdatenbank und Extraktions-/Ergebnisdatenbanken einzusetzen, um Verbindungsprobleme und Inkonsistenzen im Taskstatus zu verhindern. Hardwareempfehlungen finden Sie unter System Requirements.
2.0 Instanzenplanung
Bevor Sie Ihre Datenbanken einrichten, entscheiden Sie sich für Ihre SQL Server Instanz-Topologie:
- Empfohlen: Zwei separate SQL Server Instanzen — eine für die Anwendungsdatenbank (leichtgewichtig, 4–8 GB RAM) und eine für die Extraktions-/Ergebnisdatenbanken (16+ GB RAM)
- Nicht empfohlen: Eine gemeinsam genutzte Instanz für alle Datenbanken, was zu Stabilitätsproblemen unter Last führen kann
Detaillierte Architekturhinweise finden Sie unter Setup MS SQL-Server.
2.1 Benutzerzuordnung
dab Nexus kann sich entweder mittels Windows-Authentifizierung oder SQL-Server-Authentifizierung am Datenbankserver anmelden. Sie können folgende Regel zur Entscheidungsfindung nutzen:
- dab Nexus und SQL-Server befinden sich auf demselben Server: Windows-Authentifizierung empfohlen
- dab Nexus und SQL-Server befinden sich auf unterschiedlichen Servern: SQL-Server-Authentifizierung empfohlen
Weitere Informationen finden Sie in diesem Artikel.
2.2 Erstellung der Anwendungsdatenbank
Diese Datenbank dient der Speicherung der dab Nexus Einstellungen. Wir empfehlen, dab Nexus die Rolle db_owner zuzuweisen.
Soll dab Nexus automatisch Datenbanken für extrahierte und analysierte Daten erstellen, muss auf dab Nexus die Rolle dbcreator auf Server-Ebene vergeben werden.
Zusätzlich können auf Datenbankebene folgende Rollen für dab Nexus vergeben werden:
- db_datareader
- db_datawriter
- db_ddladmin
2.3 Filegroup-Größe festlegen
Während wir für die Anwendungsdatenbank nicht mehr als ca. 5–10 GB benötigen, hängt die Größe der Verarbeitungsdatenbank stark davon ab, wie Sie dab Nexus nutzen. Daher können wir hierzu keine allgemeine Aussage machen, empfehlen aber, für die PRIMARY FILEGROUP Ihrer Verarbeitungsdatenbank mit 500 GB zu starten und den Speicherbedarf nach einigen Analyse-Durchläufen zu schätzen.
Besprechen Sie im Vorfeld mit Ihrem IT-Team die Möglichkeit, den Speicher des SQL-Servers kurzfristig anzupassen, um Verzögerungen während Test- und Implementierungsphase zu reduzieren.
Zusätzlich ist es notwendig, den Speicher für die folgenden Elemente auf mindestens ca. 30 % der Größe Ihrer PRIMARY FILEGROUP zu erhöhen:
- LOG FILE (pro Datenbank): Manage transaction log file size – SQL Server | Microsoft Learn
- tempdb (pro Datenbankserver): tempdb database – SQL Server | Microsoft Learn
dab Nexus ist in diesem Fall eine On-Premise-Software, die auf Ihrer IT-Infrastruktur betrieben und verwaltet wird. Klären Sie daher Sicherungs- und Neustartstrategien vorher mit Ihrer IT-Abteilung ab, sofern Ihr Unternehmen entsprechende Vorgaben hat.
2.4 Installation Machine Learning Servers für R-Integration - OPTIONAL
Wenn Sie dab AnalyticSuite für SQL zusammen mit Machine Learning Extensions nutzen möchten, müssen die entsprechenden Machine Learning Services auf dem SQL-Server installiert werden. Weiterführende Anleitungen finden Sie hier.
3. Application Server (vorab von Ihnen bereitgestellt)
Sie sind für die Durchführung aller Schritte in diesem Abschnitt verantwortlich. dab kann bei entsprechender vorheriger Vereinbarung Unterstützung für die Erstinstallation bieten. Nachfolgende Installationen und Änderungen an der Infrastruktur, einschließlich Migrationen, Serverwechsel und Umgebungswechsel, müssen von Ihrer Organisation durchgeführt werden.
In diesem Abschnitt geht es um die Vorbereitung des Application Servers, auf dem dab Nexus ausgeführt wird.
3.1 Bereitstellung des Servers und Zugang
Sie müssen den Server vorab bereitstellen. Für die Installation von dab Nexus auf dem Server benötigen Sie Administratorberechtigungen.
Der Server, auf dem dab Nexus installiert wird, muss bestimmte Anforderungen erfüllen. Die detaillierten Systemanforderungen finden Sie hier. Neben der grundlegenden Konnektivität stellen Sie bitte sicher, dass die Firewall-Konfiguration weder die Verbindung zwischen dab Nexus und dem Zielsystem blockiert noch deren Daten verändert. Eine Anleitung zur genauen Konfiguration der Firewall finden Sie hier.
3.2 Netzwerkverbindungen
a. SAP-System Der Application Server muss mit dem SAP-System kommunizieren können, um die benötigten Daten zu extrahieren. Ihr IT-Team muss sicherstellen, dass das SAP-System vom Application Server aus erreichbar ist.
Benötigte Netzwerkports (TCP):
- RFC Application Server: 3300 – 3399
- RFC Message Server: 3600 – 3699
- RFC SNC: 4800 – 4899
- SAProuter: 3299
Weitere Informationen finden Sie in der SAP Help Portal: TCP/IP Ports of All SAP Products | SAP Help Portal
b. SQL-Server Analog zum SAP-System muss auch der SQL-Server vom Application Server aus erreichbar sein, um die extrahierten Daten analysieren und in Datenbanken speichern zu können. Ihr IT-Team muss sicherstellen, dass die Verbindung zum SQL-Server möglich ist und Datenbanken erstellt werden können.
Benötigte Netzwerkports:
- Standardinstanz: TCP 1433
- Benannte Instanzen oder SQL-Server Browser Service: UDP 1434
Die Ports können abweichen. Klären Sie dies mit Ihrem IT-Team. Weitere Informationen finden Sie in der Microsoft-Dokumentation: Konfigurieren Sie die Windows-Firewall für den SQL Server Zugriff – SQL Server | Microsoft Learn
3.3 Beschaffung von SSL-Zertifikaten - OPTIONAL
Dieser Artikel bietet Ihnen alle Informationen, die Sie benötigen, um ein SSL-Zertifikat auf Ihrem Server zu installieren. Bei der Ausstellung von SSL-Zertifikaten können wir keine weitere Unterstützung anbieten. Dies hängt stark von Ihren IT-Richtlinien und Prozessen ab.
3.4 Konfiguration der AD-Umgebung für Single Sign-On - OPTIONAL
Wenn Sie sich zu dab Nexus per Single Sign-On (SSO) anstatt mit E-Mail-Adresse und Passwort anmelden möchten, können Sie dab Nexus mit einer bestehenden SSO-Lösung integrieren. Wir unterstützen Microsoft Entra ID (früher Azure Active Directory) und Active Directory Federation Services. Eine genaue Anleitung finden Sie in diesem Leitfaden.
3.5 Installation der SAP SNC-Lösung - OPTIONAL
Falls Sie eine SAP SNC-Verbindung via RFC benötigen, stellen Sie sicher, dass die SNC-Lösung vorab installiert und korrekt konfiguriert ist. Da solche Lösungen sehr individuell sind, können wir keine allgemeine Anleitung zur Verfügung stellen. Wir möchten Sie aber auf zwei häufig genutzte SNC-Lösungen verweisen:
- Secure Login für SAP Single Sign-On: Secure Login Client Installation | SAP Help Portal
- SAPCRYPTOLIB: 1848999 - Central Note for CommonCryptoLib 8 (SAPCRYPTOLIB) - SAP for Me
Da das Einrichten einer SNC-Lösung je nach Systemlandschaft eine gewisse Komplexität beinhaltet, empfehlen wir eine enge Abstimmung zwischen Ihrer SAP-Basis und IT.
3.6 Installation der RFC-Bibliotheken
Obwohl dab Nexus librfc32 bis Version 1.17.262 unterstützt (SAP hat diese RFC-Implementierung 2016 eingestellt, daher werden keine Patches mehr bereitgestellt), empfehlen wir aus Gründen der Stabilität die Verwendung der 64-Bit-Version. Diese Unterstützung endet mit dem Update auf eine 1.18.x-Version von dab Nexus!
Die SAP RFC-Bibliotheken müssen auf dem Application Server installiert werden, damit Sie erfolgreich eine Verbindung zum SAP-System herstellen können.
Sie haben zwei Installationsmöglichkeiten:
- Installation über SAP GUI: Wenn Sie SAP GUI selbst oder durch Ihr IT-Team installieren und die Features "Unicode RFC Libraries" auswählen, werden die entsprechenden Bibliotheken automatisch korrekt installiert.
- Manuelle Installation: Sie können die relevanten Bibliotheken auch im SAP Software Center herunterladen und manuell installieren. Die entsprechende Anleitung finden Sie hier.
3.7 Bereitstellung der Installationsdateien
Das dab Delivery-Team stellt Ihnen Zugang zum Kunden-Portal bereit, wo Sie das Installationspaket herunterladen können. Das Paket muss vor Beginn der Installation auf dem Application Server verfügbar sein. Bei Problemen mit dem Zugang zum Kunden-Portal kann das Delivery-Team das Installationspaket als .zip Datei oder in extrahierter Form zur Verfügung stellen.
3.8 Ausführung des Installers (durch Sie)
Die Ausführung des dab Nexus Setups erfordert Administratorberechtigungen auf dem Application Server. Wenn während der Installation eine Anwendungs-URL mit HTTPS gewählt wird, müssen Sie vorab ein SSL-Zertifikat bereitstellen. Geschieht dies nicht, kann der Windows-Dienst später nicht gestartet werden und dab Nexus ist nicht erreichbar.
Dieser Artikel beschreibt den Installationsprozess im Detail.
3.9 Erstkonfiguration (durch Sie)
Ihr IT-Team muss die Configuration.json anpassen. Dazu gehört die Festlegung, wie dab Nexus auf den SQL-Server zugreift (SSO oder Windows-Authentifizierung), die URL und der Port für den Zugriff auf die dab Nexus Anwendung sowie die Frage, ob ein Zertifikat verwendet wird. Wie Sie die Configuration.json konfigurieren, erfahren Sie in diesem Artikel.
Ihr IT-Team muss den dab Nexus Windows-Dienst starten. Sie müssen anschließend die Erstkonfiguration von dab Nexus durchführen – hierzu zählen die Aktivierung der Lizenz und die Anlage eines Benutzers.
3.10 Einrichtung des Client-Zugriffs (durch Sie)
Ihr IT-Team ist dafür verantwortlich, den Clientzugriff auf dab Nexus zu konfigurieren. Falls Endanwender auf dab Nexus in einem Browser von ihren Clientgeräten aus zugreifen müssen, müssen die Clientgeräte eine Verbindung zum dab Nexus-Anwendungsserver herstellen können.